Freizeit & Tourismus
Bei sommerlichem Radfahrwetter erkundete ein Team aus Bürgermeistern, Mitgliedern der Bauämter und Fahrradbeauftragen die zweite Etappe des Allianzrundweges. Auch die Radbeauftragte des Landkreises Fürth war mit von der Partie. Der Rad- und Fernwanderweg erstreckt sich auf einer Länge von ca. 50 km über die Gemeinden Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf im südlichen Landkreises Fürth. Bereits seit 15 Jahren führt der Rundweg Wanderer und Radfahrer durch die Region.
Der Rundweg verbindet die Städte und Gemeinden sowie viele „Sterne der Allianz“, sprich kulturelle Highlights und schöne Naturschauplätze. Die Tour und seine Beschilderung sind dabei etwas in die Jahre gekommen. Ziel der Befahrung ist es, die Wegeführung auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren, um den Besuchern möglichst viele Sehenswürdigkeiten zeigen zu können. Die Befahrung wurde in zwei Tagesetappen absolviert. Die zweite Etappe, die über 25 km von Oberasbach über Zirndorf, Cadolzburg und Ammerndorf nach Großhabersdorf führt, bereiste das Team der Kommunalen Allianz am 8. Juni mit den kommunalen E-Pedelecs. Die Tour startete am Rathausplatz in Oberasbach.
„Wir Bürgermeister haben uns gerne die Zeit genommen, uns selbst ein Bild zu machen, von dem, was unterwegs geboten ist“, erklärt Bürgermeister Bernd Obst. „Gerade bei so einem gemeinsamen Projekt, war es uns wichtig, uns gegenseitig Tipps geben zu können.“ Da Teamgeist und Gemeinschaftsgefühl bei der Tour im Vordergrund standen, war für Verpflegung am Rathausplatz in Cadolzburg sowie bei Loisl‘s Eiscafé in Ammerndorf gesorgt. Für ein umfassendes Bild stand bereits im Herbst die erste Etappe von Großhabersdorf über Roßtal und Stein nach Oberasbach auf dem Plan.
Um den Allianzrundweg wieder interessanter zu gestalten, sollen neben neuen Trassen und Wegweisern außerdem Sitzmöglichkeiten, Einkehrmöglichkeiten, Infotafeln, Sehenswürdigkeiten und Etappenziele in der Wegbeschreibung ergänzt werden. Auch die Einwohner der sieben Gemeinden sind aufgerufen, Ihre Vorschläge einzureichen. Auf der Homepage der Kommunalen Allianz können Bürgerinnen und Bürger mit geringem Aufwand ihre Eindrücke von der Tour schildern und Verbesserungen vorschlagen.
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Foto: Burg Cadolzburg © Stadt Oberasbach
Daseinsvorsorge, Förderprogramme
Es ist soweit – das zweite Roßtaler Bürgerlastenrad Robberla ist da! Coronabedingt vorerst in kleinem Rahmen wurde das Lastenrad am 19.05.2021 der Öffentlichkeit vorgestellt. „Ich freue mich, dass Robberla nun da ist und hoffe, dass es die Roßtalerinnen und Roßtaler genauso gut annehmen werden wie seinen „großen Bruder“ Horsala“, so Bürgermeister Rainer Gegner. „Mein Dank gilt der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg und dem Amt für Ländliche Mittelfranken, die über das Regionalbudget einen Großteil der Anschaffungskosten tragen werden. Ebenso herzlich bedanken möchte ich mich bei Zweirad Klose und Roßtal bewegt sich, die den Verleih des Lastenrades wie schon bei Horsala wieder übernehmen werden. Durch ihr Engagement wird ein solches Angebot für die Allgemeinheit überhaupt erst möglich“, so Gegner weiter.
Bei Robberla handelt es sich um ein E-Lastenrad des Herstellers Hercules vom Typ ROB FAMILY F360. Im Gegensatz zu Horsala befindet sich beim neuen Lastenrad die Ladefläche hinten am Rad. Alternativ können dort auch zwei Kindersitze angebracht werden, um zum Beispiel einen Familienausflug machen zu können. 80 Prozent der Nettokosten der Anschaffung des Lastenrades werden über das Regionalbudget der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg gefördert. Die restlichen Kosten trägt der Markt Roßtal.
Das Förderinstrument Regionalbudget
Förderungen über das Regionalbudget können voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/22 wieder bei der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg beantragt werden. Über den Fördertopf erfahren Kleinprojekte, die eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützen und die regionale Identität stärken, eine besondere Unterstützung. Bürgermeister Rainer Gegner, selbst Mitglied der Kommunalen Allianz, freut sich, dass die Idee vom zweiten Bürgerlastenrad vom Förderantrag im Februar bis zur Inbetriebnahme im Mai mithilfe der Förderung so schnell realisiert werden konnte.
Weitere Aktivitäten des Marktes Roßtal
Neben dem lokalen Fahrradhändler Erwin Klose, Martin Langhammer von Roßtal bewegt sich, Bürgermeister Gegner und dem Radverkehrsbeauftragten des Marktgemeinderates Hartmut Igel, waren auch der Schulleiter der Roßtaler Mittelschule Michael März (siehe Bild v.l.n.r.) sowie einer seiner Schüler bei der Vorstellung anwesend. Die Roßtaler Mittelschule wird dieses Jahr das erste Mal beim Schulradeln im Rahmen der Stadtradelnaktion dabei sein, welche dieses Jahr von 6. – 26. Juni im Landkreis Fürth stattfinden wird. Falls auch Sie sich gerne an der Aktion beteiligen möchten, können Sie sich jederzeit unter www.stadtradeln.de/rosstal registrieren und mitradeln.
Wer weiß, vielleicht legen Sie ja einige der gesammelten Kilometer während der Aktion auch mit dem neuen Bürgerlastenrad Robberla zurück. Der Radverkehrsbeauftragte Hartmut Igel wünscht den Entleiherinnen und Entleihern des Rades in jedem Falle allzeit gute Fahrt. Alle Infos zum Verleih des Lastenrades finden Interessierte unter www.robberla.de. Während des Lastenradtreffens, das vorbehaltlich der künftigen Infektionslage am 19.06.2021 um 14 Uhr am Gelände Freizeit und Erholung stattfinden wird, soll Robberla zudem noch offiziell eingeweiht werden.
Freizeit & Tourismus, Landwirtschaft und Klima
Viele Familien- und Freizeitaktivitäten entfallen zurzeit. Kinos, Museen, Tiergärten, Freizeit- oder Kletterparks haben die meiste Zeit geschlossen. Auch diese Absage ist sicher niemandem leichtgefallen: Da nicht absehbar ist, wann größere Veranstaltungen wieder möglich sind, wird der Tag der Hofläden im Mai nicht in der geplanten Form stattfinden. Aber anstatt komplett auf eine Aktion zu verzichten, wartet auf kleine und große Detektive in diesem Jahr das HofladenQuiz.
Beim HofladenQuiz erwartet Sie auf jedem Hof eine individuelle Frage, die sich durch einen Besuch des Hofladens bzw. des Verkaufsautomaten beantworten lässt. Das Quiz startet am 15. Mai, dem Tag des abgesagten „Tag der Hofläden“, und läuft bis zum 15. Juli 2021. Wer mitmachen möchte, holt sich in einem der teilnehmenden Hofläden einen Veranstaltungsflyer ab. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen sechs Fragen richtig beantwortet werden. Ausgefüllte Coupons können direkt in den Hofläden abgegeben werden. Die 20 Gewinner werden aus allen Einsendungen ausgelost. Den Auserwählten winkt ein Geschenkkorb mit regionalen Produkten im Wert von bis zu 20 Euro.
Die Organisation rund um die Veranstaltung übernehmen die Kommunalen Allianzen Biberttal-Dillenberg und Zenngrund. Unterstützung kommt zudem von den Kreisbäuerinnen sowie von der Initiative „Gutes aus dem Fürther Land“. Für die zwei Allianz-Managerinnen Anne Kratzer und Svenja Schäfer verbinden sich bei dem Quiz gleich mehrere Aspekte: Zum einen gibt ein bisschen Abwechslung für langweilige Corona-Tage und zum anderen werden die vielfältigen Möglichkeiten, frische, regionale Produkte im direkten Umfeld einzukaufen, bekannter.
Alle 20 teilnehmenden Direktvermarkter sind gut mit dem Fahrrad erreichbar. Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich über das Radwegenetz individuelle Touren zusammenzustellen, um die zahlreichen heimischen Produkte im Landkreis Fürth zu entdecken. Selbstverständlich sind im Landkreis auch, wie gewohnt, die Verkaufsstellen weiterer Bauernhöfe zu den regulären Öffnungszeiten erreichbar.
Den Teilnahmeflyer erhalten Sie bei allen teilnehmenden Direktvermarktern.
👉 Hier finden Sie eine Übersicht der Teilnehmer und den Flyer zum Download.
👉 Hier finden Sie eine Übersicht aller Direktvermarkter im Landkreis Fürth
Foto: Regionale Produkte © Zenngrund Allianz
Freizeit & Tourismus, Landwirtschaft und Klima, Obstkolumne
Lars Frenzke, der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Fürth, ist Ingenieur für Landschaftsarchitektur. Mit seinem Team kümmert er sich zum einen um die Neuanlage und die Pflege der Außenanlagen an den kreiseigenen, bebauten Liegenschaften. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem die Öffentlichkeitsarbeit. Im Freizeitbereich steht die Zusammenarbeit mit den Obst- und Gartenbauvereinen sowie Bildungsangebote für Bürger im Vordergrund. In erster Linie gehören Gärten in besiedelten Bereichen zu seinem Fachgebiet. Aufgaben, die auf Streuobstwiesen in der freien Landschaft anfallen, sind mit seiner Arbeit aber oft nicht überschneidungsfrei.
Ich habe einen Garten und möchte neu pflanzen. Welche Obstsorten können Sie empfehlen?
L. Frenzke: Dazu müssen wir zunächst ein paar grundlegende Fragen klären: Wie viel Platz ist vorhanden? Für kleinere Gärten sind zum Beispiel ausladende Hochstämme meist nicht geeignet. Hier empfehle ich Spindel- oder Spalierobst. Für die Wahl der richtigen Sorte sind außerdem die Besonnung und die Bodenbeschaffenheit wichtig, also ist der Boden durchlässig oder bildet sich leicht Staunässe. Fragen Sie sich auch, will ich das Ost lange lagern, soll die Frucht süß oder säuerlich sein, soll der Baum schnell Früchte tragen? Ich kann auch nicht jedem Gartenbesitzer generell empfehlen, auf alte Sorten zu setzen. Klar sind Sorten wie der Rheinische Bohnenapfel oder der Rote Eiserapfel besonders widerstandsfähig und sorgen auf Streuobstwiesen für die wichtige genetische Vielfalt. Für den Familiengarten sind sie aber weniger geeignet. Hier würde ich z.B. auf die schmackhaften Früchte der Apfelsorte Topaz setzen. Viele neuere Sorten sind auch auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten gezüchtet, was den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erspart.
Wenn es um die Pflanzung geht, was muss ich beachten?
L. Frenzke: Wenn Sie sich für eine Sorte entschieden haben, ist das A und O die Qualität der Pflanzware. In Bezug auf die Langlebigkeit sollten Sie für Ihren Einkauf auf jeden Fall ein Fachgeschäft, eine Baumschule oder Regionalgärtnerei, wählen. Das Loch sollte großer als der Ballen sein. Lockern Sie auch das umliegende Erdreich mit auf. Gegen kleine Nager können Sie selbst einen Wühlmauskorb aus Hasengeflecht zum Schutz der Wurzeln anfertigen. Meist sind die Böden in den Hausgärten von guter Qualität, sodass kein Einsatz von Düngemitteln notwendig ist. Ob einzelne Nährstoffe fehlen, zeigt im Zweifelsfall eine Bodenprobe. Wässern Sie den Baum an und stützen Sie ihn in den ersten Jahren mit einem Pfahl. Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist der Herbst. So kann der Baum bis zur Trockenphase, die oft schon im zeitigen Frühjahr einsetzt, feine Faserwurzeln ausbilden.
Wenn der Obstbaum gesetzt ist. Was gilt es anschließend zu beachten?
L. Frenzke: Gießen müssen Sie den jungen Baum auch weiterhin, mindestens die ersten zwei bis drei Jahre. Die Anfangszeit ist außerdem wichtig für die Ausbildung eines stabilen Kronengerüstes, gerade bei den Hochstämmen. Das ist wie bei einem Kind, das von Anfang an Aufmerksamkeit braucht und nicht erst in der Pubertät. Wenn Sie den Baum gesetzt haben, nehmen Sie einen Pflanzschnitt vor und schneiden Sie junge Bäume anschließend jedes Frühjahr. Mit dem sog. Erziehungsschnitt im Februar oder März regen Sie das Wachstum an. Bei älteren Bäume in der Ertragsphase kommt außerdem der Sommerschnitt dazu.
👉 Kontakt zum Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Fürth
Foto: Kreislehrgarten in Siegelsdorf © Landkreis Fürth
Förderprogramme, Kommunale Allianz
In einer digitalen Sitzung am 1. März 2021 konnte das mit regionalen Akteuren besetzte Entscheidungsgremium 21 Förderprojekte auswählen. Zuvor waren 31 Förderanfragen bei der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg eingegangen. Zu der Auswahl gehört eine bunte Mischung verschiedenster Projekte und Themenfelder von Mobilität über Biodiversität, Tourismus und sozialem Miteinander bis hin zur Stärkung der Ortskerne. Es sind Projekte aus allen sechs Gemeinden mit dabei.
Über das sog. Regionalbudget erfahren Kleinprojekte, die eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützen und die regionale Identität stärken, eine besondere Unterstützung. Roßtal beispielsweise erhält ein weiteres Bürgerlastenrad (Mobilität), Großhabersdorf ein Historienzimmer (endogene Begabungen). In Oedenreuth soll ein Feuerwehrspielplatz entstehen (Freizeit und Wohnen), in Ammerndorf werden Nussbäume in einer Bürgeraktion gepflanzt (Biodiversität). In zentraler Lage in Unterasbach soll der Ausstellungsraum „Heimatbox“ entstehen (Innenentwicklung). Kunstwerke der Region werden mithilfe einer Postkarte sichtbar gemacht (Tourismus). Für Demenzkranke in Oberasbach sowie für Schulkinder in Cadolzburg und Ammerndorf werden Instrumente angeschafft (soziales Miteinander). Steinbach erfährt die Aufwertung seiner ortbildprägenden, historischen Brunnen (Ortsbild erhalten).
Das 2021 für die Auswahl der Kleinprojekte zuständige Entscheidungsgremium setzt sich ebenfalls aus einer Vielzahl unterschiedlicher regionaler Akteuren zusammen: 1. Bürgermeister Herr Obst vertrat den Markt Cadolzburg, Herr Biegel den Heimatverein Großhabersdorf. Für Oberasbach wurde Herr Lehmann vom DJK Oberasbach in das Gremium berufen. Herr Wagner erhielt Stimmrecht für die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Roßtal, die Kreisbäuerin Fr. Hechtel aus Stein für den Bayerischen Bauernverband.
Im März gingen die Zusagen an die Antragsteller in die Post. Den Sommer über haben die Projektträger nun Zeit, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Am 20. September müssen die Projekte spätestens abgeschlossen sein. Insgesamt werden voraussichtlich fast 160.000 € investiert. Die öffentlichen Zuwendungen in Höhe von ca. 100.000 € tragen zu 90% das ALE Mittelfranken und zu 10 % die Kommunen der Kommunalen Allianz Bibertal-Dillenberg.
Die Kommunale Allianz dankt den Projektträgern und den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums für die gelungene Projektauswahl. Geplant ist, Projekte und Projektträger der Reihe nach vorzustellen, sobald die ersten Ergebnisse sichtbar sind.