Kleinprojekte der Stadt Stein: Behindertengerechtes Bodentrampolin im Rahmen des Regionalbudgets eingeweiht

Kleinprojekte der Stadt Stein: Behindertengerechtes Bodentrampolin im Rahmen des Regionalbudgets eingeweiht

Mit dem Regionalbudget der Ländlichen Entwicklung verfügen die Gemeinden der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg über ein eigenes Budget, mit dem Sie eigenverantwortlich kleine Projekte fördern. In einer digitalen Sitzung wählte das mit regionalen Akteuren besetzte Entscheidungsgremium aus 31 Förderanfragen 21 Projekte für die Umsetzung aus. Zu der Auswahl gehört eine bunte Mischung verschiedenster Projekte und Themenfelder von Mobilität über Biodiversität, Tourismus und sozialem Miteinander bis hin zur Stärkung der Ortskerne. Erfreulicherweise sind auch zwei Projekte der Stadt Stein mit dabei, die sich dem Thema Inklusion widmen und die eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützen sowie die regionale Identität stärken.

Stein erhält zum einen ein behindertengerechtes Bodentrampolin für den Spielplatz Fasanenring. Dieses behindertengerechte Bodentrampolin soll ein interaktives Spielen der Kinder ermöglichen. Außerdem wird es dadurch den Stadtteil beleben und den Standort des Spielplatzes stärken. Die Kosten für das Trampolin liegen bei 7.200 Euro von denen 80 Prozent, also 4.840,34 Euro gefördert werden.

Außerdem gibt es im Rahmen der Förderung noch ein behindertengerechtes Karussell für den Spielplatz in der Krümma. Da es auf diesem Areal bisher noch kein behindertengerechtes Spielgerät gibt, wird es nun nachgeholt. Die Kosten liegen bei 16.500 Euro, von denen 10 000 Euro gefördert werden. Durch das Karussell wird es Rollstuhlfahrern ermöglich aktiv am Spielgeschehen mit anderen Personen teilzuhaben. So wie Leon Hickmann. Der 13-jährige hat das Spielgerät vor Ort getestet: „Ich finde es schön, dass ich nun auch die Möglichkeit habe auf diesem Spielplatz noch mehr machen zu können“. Auch Erster Bürgermeister Kurt Krömer überzeugte sich von den neuen Investionen: „Wir sind sehr froh, die Förderung durch das Regionalbudget hier investiert zu haben. Es ist ein weiterer Schritt Richtung Inklusion und dies war und wird weiter unser Bestreben sein. Schon jetzt ist zu sagen: Das Regionalbudget ist ein großer Erfolg“, so Krömer.

Weitere Förderprojekte in Stein

Der STV Deutenbach erhält einen Defibrillator für das Vereinsgelände (Kosten: 2120,34 Euro, Förderung 1425,44). Die Landeskirchliche Gemeinschaft in der Loschgestraße bekommt neue Tische für das Gemeindehaus (Kosten: 4500 Euro, Förderung 3025,21 Euro). Der Kindergarten Förderverein Albertus-Magnus erhält Hochbeete (Kosten: 1722,43 Euro, Förderung: 1157,94 Euro) und der TSV Stein investiert in eine Outdoorküche mit Gasgrill und Induktionsfeld für das Vereinsgelände (Kosten: 14838 Euro, Förderung: 2329,06 Euro).

Neue Anträge zur Förderung von Kleinprojekten können voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder bei der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg eingereicht werden.

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Foto: Leon testet zusammen mit Uli Bauer (Jugendbeauftragter Stadt Stein) und Ersten Bürgermeister Kurt Krömer das neue behindertengerechte Karussell © Stadt Stein

Neue Musikinstrumente: Bläserklasse der Grundschule Cadolzburg erhält zwei Schlagwerke und eine Tuba aus dem Regionalbudget

Neue Musikinstrumente: Bläserklasse der Grundschule Cadolzburg erhält zwei Schlagwerke und eine Tuba aus dem Regionalbudget

Der „Verein zur Unterstützung und Förderung der Bläserklassen an Cadolzburger Schulen“ freut sich über eine Unterstützung aus dem Regionalbudget der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg. Die Förderung ermöglicht es dem Verein, zwei Schlagwerke und eine Tuba anzuschaffen, hierdurch kann das Repertoire der Bläserklassen an der Grundschule erweitert werden und den Schulkindern eine Ausbildung an neuen Musikinstrumenten angeboten werden.

Die Bläserklasse wird im Rahmen des Schulunterrichts an der Grundschule Cadolzburg angeboten. Die Kinder lernen dabei ab der 2. Klasse ein Musikinstrument. Der eigens dazu gegründete „Verein zur Unterstützung und Förderung der Bläserklassen an Cadolzburger Schulen“ übernimmt dabei ehrenamtlich die organisatorischen Aufgaben und die finanzielle Unterstützung.

Erster Bürgermeister Obst freute sich, dass durch die Anschaffung der Musikinstrumente die musikalische Früherziehung an der Grundschule Cadolzburg weiter gestärkt wurde.

Neue Anträge zur Förderung von Kleinprojekten können voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder bei der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg eingereicht werden.

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Foto: Neue Instrumente der Bläserklasse an der Grundschule Cadolzburg © Markt Cadolzburg

 

Musikalische Mittagspause: Die Mitarbeitenden des Marktes Cadolzburg weihen Flügel aus Mitteln des Regionalbudgets ein

Musikalische Mittagspause: Die Mitarbeitenden des Marktes Cadolzburg weihen Flügel aus Mitteln des Regionalbudgets ein

Der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Mehrzweckhalle in Wachendorf ist zwar noch ausständig, dennoch war sie Veranstaltungsort für ein erstes kleines Konzert. Über die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg erhielt der Markt Cadolzburg Zuwendungen, mit denen ein Piano angeschafft werden konnte. 

Bei einer musikalischen Mittagspause für die Mitarbeitenden des Marktes Cadolzburg kam das neue Musikinstrument zu seinem ersten Einsatz. „Bei dem Instrument handelt es sich mit seinen 161 cm Länge um einen sogenannten Stutzflügel“ so Matthias Lange, Leiter des Kulturamtes, „mit der Verkürzung wird eine Änderung der Besaitung in der unteren Mittellage und im Bass notwendig, sodass der Flügel als Ganzes kompakter ist als ein großer Konzertflügel“. Etwa 30 Mitarbeitende sind der Einladung der drei Kollegen*innen Monika Betz (Klavier), Lea Weber (Gesang) und Matthias Lange (Klavier) gefolgt und genossen in ihrer Mittagspause klassische Stücke von Johann Sebastian Bach,  Ludwig van Beethoven, 4-händige Klavierwerke von Franz Schubert, aber auch moderne Titel von den Beatles oder Melanie Thornton.

Zusätzlich zum Schul- und Vereinssport werden in der Mehrzweckhalle regelmäßig Kulturveranstaltungen stattfinden.

Das Förderinstrument Regionalbudget

Neue Anträge zur Förderung von Kleinprojekten können voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder bei der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg eingereicht werden.

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Foto: Musikalische Mittagspause für die Mitarbeitenden des Marktes © Markt Cadolzburg

HofladenQuiz 2021: Zum Abschluss des landkreisweiten Gewinnspiels gab es zwanzig regionale Geschenkkörbe für die Gewinner

HofladenQuiz 2021: Zum Abschluss des landkreisweiten Gewinnspiels gab es zwanzig regionale Geschenkkörbe für die Gewinner

Welches hausgemachte, fränkische Schmankerl gibt bei uns im Laden? Was ist über der Tür der Hofmetzgerei zu sehen? Wie viele Milchkannen stehen auf dem Schrank unseres Hofladens? Wie heißt der Spruch neben der Brauereiuhr? Diese und 16 weitere Rätsel gab es beim HofladenQuiz in den letzten zwei Monaten für kleine und große Detektive zu lösen. Insgesamt wurden knapp 150 Flyer ausgefüllt und bei den teilnehmenden Hofläden abgegeben. Nun durften die glücklichen Gewinner ihre Geschenkkörbe auf dem Biohof Decker und beim Veitsbronner Hofladen abholen.

Die feierliche Geschenkübergabe fand am 27. und  28. Juli im Beisein von Landrat Matthias Dießl bzw. von dessen Stellvertreter Franz Forman, als Repräsentant der Regionalinitiative „Gutes aus dem Fürther Land“, sowie der Bürgermeister aus den Kommunalen Allianzen Biberttal-Dillenberg und Zenngrund statt. Gastgeber bei der Prämierung der Gewinner waren die Familien Decker und John, die Hofläden in Cadolzburg bzw. Veitsbronn betreiben. Beide Familien haben sich mit einer Frage beim HofladenQuiz beteiligt und stifteten für die Prämierung jeweils einen der 20 Geschenkkörbe mit regionalen Produkten. Auf dem Biohof von Familie Decker werden u. a. Produkte aus Haskap-Beeren in Bioqualität hergestellt und verkauft. Die Beeren, die wertvolle Antioxidantien enthalten, stammen natürlich aus eigenem Anbau und werden im Familienbetreib zum Beispiel zu Saft, Senf, Essig, Fruchtaufstrich weiterverarbeitet. In ihrem Hofladen in Veitsbronn führt Familie John u. a. selbst angebauten Spargel und hat verschiedene weitere regionale Produkte wie Eier, fränkische Weine, Honig und viele weitere heimische Spezialitäten im Sortiment.

Tyrese, 10 Jahre alt aus Veitsbronn konnte seinen Geschenkkorb, der vom Milchhaus und Hofladen Lämmermann gestiftet wurde, persönlich entgegennehmen und berichtete stolz: „Ich hätte nie gedacht, dass wir gewinnen! Ich mach sehr gerne Ausflüge mit meiner Familie. Die Rätsel zu lösen hat mir auch großen Spaß gemacht.“ Mama Katja ergänzte noch, dass sie gleich eine große Radtour für ihre Familie geplant habe, als sie von der Aktion erfuhr. Davor habe sie gedacht, jeder Hofladen hätte nahezu identische Produkte im Angebot. Jetzt sei ihr aber die große Produktvielfalt bewusst geworden und sie habe zahlreiche neue Lieblingsprodukte gefunden.

Die Organisation rund um das Quiz übernahmen die beiden Allianz-Managerinnen Anne Kratzer und Svenja Schäfer. Unterstützt wurden sie dabei von den Kreisbäuerinnen sowie von der Initiative „Gutes aus dem Fürther Land“. Ziel der Aktion, war es den Menschen im Landkreis die vielfältigen Möglichkeiten, frische, regionale Produkte im direkten Umfeld einzukaufen, näher zu bringen. Als positiver Nebeneffekt brachte das HofladenQuiz allen Teilnehmern zudem etwas Abwechslung in den tristen Corona-Alltag. Im nächsten Jahr hoffen die beiden Organisatorinnen, wieder einen „Tag der Hofläden“ anbieten zu können, der im Mai 2022 im Zenngrund stattfinden soll.

👉  Hier finden Sie eine Übersicht aller Direktvermarkter im Landkreis Fürth

Foto: Tyrese nimmt seinen Gewinn entgegen © Zenngrund Allianz

Obstkolumne „Streuobst für alle“: Mathias Dimmling teilt sein Wissen zum sogenannten Sommerschnitt an Obstbäumen

Obstkolumne „Streuobst für alle“: Mathias Dimmling teilt sein Wissen zum sogenannten Sommerschnitt an Obstbäumen

Mathias Dimmling, Gartenpfleger im Verein für Gartenbau und Landespflege Stein e.V. und ausgebildeter Baumwart, hatte als Kind das Glück, in landwirtschaftlichen Strukturen aufzuwachsen und von seinem Großvater viel über Obst- und Gartenbau zu lernen. Obwohl er sich beruflich ganz anderes orientierte, ist es daher nicht verwunderlich, dass er seit fast 30 Jahren Mitglied im lokalen Verein für Gartenbau und Landschaftspflege ist und mittlerweile selbst einen großen Garten mit Obstbestand hat. Die Mitgliedschaft im Verein hat es ihm auch ermöglicht, die zweijährige Ausbildung zum Baumwart in Triesdorf zu absolvieren und seitdem andere Gartenbesitzer zu beraten.

Im Obstgarten ist das ganze Jahr über etwas zu tun ist. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Sommerschnitt?

M. Dimmling: Ein alter Grundsatz lautet: Schneiden kann man das ganze Jahr über – es hat nur unterschiedliche Auswirkungen. Der Sommerschnitt erfolgt am belaubten Baum und ist nicht explizit an die Sommermonate gebunden. Wichtig ist, dass das Triebwachstum abgeschlossen sein sollte. Dies ist in der Regel etwa Mitte Juli der Fall. Jetzt konzentriert sich der Baum auf die Fruchtbildung. Nun kann begonnen werden, alle nicht benötigten „Wassertriebe“ – das sind frische, grüne Triebe, die von Mai bis Juli steil nach oben wachsen – auszubrechen. Zugleich sollte bei zu eng stehendem Fruchtbehang ausgedünnt werden, wenn mehr als fünf Früchte an einem Blütenbüschel wachsen. Das verspricht qualitativ besseres Obst. Nicht tragende und zu dicht stehende Fruchtäste können ebenfalls ausgedünnt werden. Als letzte Maßnahme des Sommerschnittes kann bei starkwüchsigen Bäumen gleich nach der Ernte ein starker Rückschnitt erfolgen. Diese Maßnahme bremst den Neuaustrieb im Frühjahr. Bei alten Bäumen besteht im Sommer außerdem die Gefahr von Astbrüchen, wenn der Baum besonders viele Früchte trägt. Rechtzeitige Stützmaßnahmen oder ein spontaner Schnitt können hier sinnvoll und wichtig sein.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterschnitt?

M. Dimmling: Wie oben beschrieben, dient der Sommerschnitt in erster Linie der optimalen Ausbildung von Früchten. Bei starkwüchsigen Bäumen kann man ihn als Wachstumsbremse einsetzen. Der Winterschnitt ist notwendig, um die Baumkronen auf- oder umzubauen sowie um drohende Bruchgefahren zu verhindern. Der Pflanz- und der Erziehungsschnitt zum Aufbau von tragfähigen und langlebigen Bäumen sollten in den späten Wintermonaten und dem zeitigen Frühjahr – bis zur Blüte – erfolgen. Auch der Erhaltungsschnitt, der wie der Name schon sagt, zur Erhaltung eines möglichst langjährigen Ertrages beträgt, sollte im Winter erfolgen.

Welche Grundausbildung brauche ich und wo kann ich mich weiterbilden?

M. Dimmling: Zunächst, die Aufgabe ist eigentlich nicht schwer, weil der Baum auch Fehler verzeiht, die am Anfang aus Unwissen oder Übereifer nicht ausbleiben. Es ist zwar Ausdauer gefragt, denn die Intervalle der Eingriffe erstrecken sich über Monate, es kann sich aber eine echte Leidenschaft entwickeln, weil der Baum dir sehr viel zurückgibt. Unterstützung kann ich mir von den Obst- und Gartenbauvereinen in fast allen Fragen des Gartenbaus holen. Besonders möchte ich an dieser Stelle das Angebot des Kreisfachberaters für Gartenkultur und Landespflege beim Landratsamt Fürth hervorheben. Ein Großteil Baumwarte ist außerdem im Verein der „Triesdorfer Baumwarte e.V.“ organisiert. Die Suche eines Baumwartes in der Nähe kann über die Adresse http://www.triesdorfer-baumwarte.de/ erfolgen. Eine gute Möglichkeit, etwas in der Praxis zu lernen, ist unser Sommerschnittkurs am 31.07.2021 um 14 Uhr am Hof der Fam. Reisch in der Stuttgarter Str. 23 in Stein.

 

👉  Jahresprogramm des Vereins für Gartenbau und Landespflege Stein e.V.

👉  Kontakt zum Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Fürth

👉  Ausbildung zum Baumwart in Triesdorf

Foto: Sommerschnittkurs am Obstgehölz © Verein für Gartenbau und Landespflege Stein e.V.