Wallensteins Lager: Die drei Kommunen Zirndorf, Oberasbach und Stein präsentieren Meilenstein

Wallensteins Lager: Die drei Kommunen Zirndorf, Oberasbach und Stein präsentieren Meilenstein

Der Erlebnisweg “Wallensteins Lager” wird immer konkreter, denn am Montag ist die Entwurfs- und Kostenplanung vom Fördermittelgeber in Anwesenheit der drei Bürgermeister von Stein, Oberasbach und Zirndorf sowie Landrat Matthias Dießl bewilligt worden. Damit steht der sogenannten LEADER-Förderung nichts mehr im Wege.

Der Erlebnisweg “Wallensteins Lager” wird an verschiedenen Stationen in Stein, Zirndorf und Oberasbach rund um das historische Lager die Geschichte erlebbar machen. Das Konzept geht zurück auf die Vision des Fördervereins “Regionalpark Pegnitz-Rednitz-Regnitz”. Konzeptgeber und Landschaftsarchitekt Prof. Gerd Aufmkolk stellte gemeinsam mit Steins Erstem Bürgermeister Kurt Krömer die Verbindung zu den Bürgermeistern der beiden Nachbarkommunen her. Im Steiner Kulturhaus hob Krömer die Notwendigkeit des künftigen Erlebnisweges hervor: “Stein stellt den südlichen Teil des Lagers dar. Wir haben die Projektleitung für dieses Gebiet gerne übernommen, um das große Vorhaben Erlebnisweg Wallensteins Lager mit voran und sprichwörtlich auf den Weg zu bringen”, so Krömer. “Es ist eine Aufarbeitung dieser schrecklichen Tage zur Zeit des 30-jährigen Krieges auf eine zeitgemäße Art”, ergänzte Oberasbachs Erste Bürgermeisterin Birgit Huber. Und Landrat Matthias Dießl sieht in dem Erlebnisweg eine große Chance: “Der 30-jährige Krieg hat auf dem heutigen Gebiet des Landkreises tiefe Wunden hinterlassen, die mit dem Projekt aufgearbeitet werden.”

Am Kulturhaus ist der südliche Einstieg in den Erlebnisweg. Geplant ist hier eine Informationsstele zum Thema Kleidung und Ausrüstung. So erläuterte Katrin Weber, Leiterin der Trachtenforschungs- und -beratungsstelle, anhand einer lebensgroßen Pappfigur die Besonderheiten der Kleidung. An 26 weiteren Stellen soll die Dimension des Lagers deutlich werden. Mit dem Ziel einen historischen Bezug herzustellen. So zum Beispiel in Oberasbach. Denn wo heute das Rathaus steht, war einst der Munitionsplatz. Und an der Alten Veste in Zirndorf standen sich die Truppen von Wallenstein und Gustav Adolf in einer Schlacht gegenüber. Bei einem so großen Projekt waren im Vorfeld viele Gespräche nötig. “Wir hatten gemeinsame Stadtratssitzungen, die für sich schon bemerkenswert waren und überdies die letzten Zweifler überzeugt hat”, bemerkte Zirndorfs Erster Bürgermeister Thomas Zwingel.

Aktuell gilt es, die Ausschreibung für ein Umsetzungsbüro voranzubringen. Die ersten der insgesamt 27 Stationen sollen im Sommer bis Herbst 2020 entstehen, so der Plan. Finanziell unterstützt LEADER den Erlebnisweg mit 200.000 Euro, der höchstmöglichen Bezuschussung. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 525.000 Euro, welche sich die beteiligten Städte aufteilen. Damit ist der Erlebnisweg auch ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Kommunen.

LEADER steht für “Liaison entre actions de développement de l’économie rurale”, was übersetzt so viel bedeutet wie “Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft”. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Fahrradfreundlichkeit: Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg diskutiert über Fahrradverleih in der Region

Fahrradfreundlichkeit: Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg diskutiert über Fahrradverleih in der Region

Das Thema Fahrradfreundlichkeit wird im Landkreis Fürth und in den Kommunen der Allianz Biberttal-Dillenberg großgeschrieben. Viele Maßnahmen im Bereich Radverkehr sind jedoch ohne die Beteiligung der Fahrradläden erst gar nicht möglich. So kam beim regelmäßig stattfindenden Austausch der Allianz-Kommunen die Idee auf, die Fahrradhändler als erfahrene Partner stärker in Entwicklung neuer Ideen miteinzubinden.

Aus diesem Grund luden die Bürgermeister am Mittwoch, den 6. November 2019 alle Fahrradhändler und -dienstleister aus dem Allianzgebiet zu einem gemeinsamen „Wirtschaftsgespräch Radverkehr“ in die Haffnersgartenscheune in Cadolzburg ein. Als ein wichtiges Thema kristallisierte sich die Etablierung eines Fahrradverleihsystems im Gebiet der Kommunen Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf heraus. Nach der Anschaffung von Dienstpedelecs in den Kommunalverwaltungen Anfang des Jahres und der Aufnahme besonderer Serviceleistungen der Fahrradgeschäfte in die Radkarten der Region, wäre der Aufbau eines Fahrradverleihsystems für Bürger und Touristen ein weiterer großer Schritt in Richtung Fahrradfreundlichkeit.

Aufwärtstrend im Landkreis nutzen

Steigende Gästeankunfts- und Gästeübernachtungszahlen aus den Jahren 2015 bis 2018 zeigen ein gestiegenes touristisches Interesse am Landkreis Fürth. 2018 war die Zahl an Übernachtungen im Landkreis um 13 % auf 225.273 angewachsen. Auch die Burg Cadolzburg konnte 2018 mit rund 57.000 Besuchern einen Zuwachs verzeichnen. Der Playmobil FunPark in Zirndorf hatte 2018 erstmals die Marke von 900.000 Besuchern geknackt, das Kristall Palm Beach besuchen jährlich rund 700.000 Besucher.

Gemeinsames Ziel soll es sein, mit einem Fahrradverleihsystem für Besucher weitere, umliegende Freizeitmöglichkeiten zu erschließen und so die Besucher zukünftig länger in der Region zu halten, Auch für Tagesgäste und Naherholungssuchende möchte man noch mehr Abwechslung bieten. Allerdings kamen auch Bedenken auf, dass das touristische Potential in der Region noch immer nicht groß genug sei, dass sich ein Verleihsystem eigenständig und kostendeckend tragen kann. Die Erfahrungen der anwesenden Händler zeigten, dass daher vor allem Hotels wichtige Partner sind, um die Touristen zu erreichen, am besten schon vor oder mit der Buchung.

Allianz-Kommunen wollen sich weiter vernetzen

Erste Kooperationen zwischen Händlern und Hotels, die in diese Richtung gehen, bestehen schon oder sind bereits in Planung. Auch die Kommunen können sich an dem System beteiligen, wie ein Beispiel aus dem Hochschwarzwald zeigt: Hier existiert eine Kooperation zwischen lokalem Fahrradhändler, Taxifirma, Kommunen der LAG Südschwarzwald, Landkreis und Regionalbusgesellschaft. Auf positive Resonanz stieß beispielsweise die Idee von Fahrradboxen, die im öffentlichen Raum über das Allianzgebiet verteilt aufgestellt werden. Dort können Leihräder nach der Online-Buchung vom Kunden rund um die Uhr entnommen und wieder abgegeben werden.

Die guten Vorbilder aus der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg und anderen Regionen dienen als Anregung, auch in weiteren Kommunen an einem Verleihsystem zu arbeiten. Auf den Wunsch aller Beteiligten ist ein weiteres Gespräch mit den lokalen Übernachtungsbetrieben geplant. Um aus den vielen guten Beispiel in einzelnen Kommunen später ein Erfolgsmodell für die Region zu machen und deren Bekanntheit zu erhöhen, wird außerdem eine gemeinsame Vermarktung angestrebt.

Mittelfränkischer „Camino“: LEADER-Projekt zum mittelfränkischen Jakobsweg feierlich eröffnet

Mittelfränkischer „Camino“: LEADER-Projekt zum mittelfränkischen Jakobsweg feierlich eröffnet

Das Pilgern ist wieder modern geworden. Immer mehr Menschen machen sich auf zu mehrwöchigen Wanderung. Es geht um das Innehalten und um Reflexion. Der Jakobsweg ist dabei der bekannteste Pilgerweg. In Mittelfranken wurde dieser Weg nun aufgewertet. Aus dem EU-Fördertopf LEADER gab es dafür einen Zuschuss. In Roßtal wurde nun der Abschluss dieses Projekts gefeiert.

Die Kirchengemeinden entlang des Jakobswegs zwischen Nürnberg und Rothenburg o.d. Tauber arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen und heißen Pilger herzlich willkommen. “Mit dem LEADER-Projekt „Mittelfränkischer Jakobsweg“ haben sie sich noch stärker zusammengeschlossen und dieses Teilstück attraktiver gestaltet”, betonte Landrat Matthias Dießl am Marktplatz in Roßtal.

Der Jakobsweg wurde mit neuen Informationstafeln und einem begleitenden Kulturführer ausgestattet. Die Pilger erhalten somit vielfältige Informationen zu den Pilgerkirchen und -orten sowie anschauliche Karten zur Orientierung. Zugleich wurden an verschiedenen Orten Bodennägel mit dem Muschelsymbol gesetzt. Damit soll der „Mittelfränkische Jakobsweg“ zwischen Nürnberg und Rothenburg o.d. Tauber ebenfalls hervorgehoben werden.

In allen Religionen und Kulturen gibt es das Phänomen des Pilgerns, beinahe alle Religionen kennen Pilgerwege. Schon der Kirchenvater Augustinus schrieb im 4. Jahrhundert: “Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft. Im Menschen lebt eine Sehnsucht”. Pilgerns bieten Entschleunigung und Achtsamkeit, die Begegnung und das Begleitetsein durch eine höhere Macht.”

Die Aufwertung des Teilstücks des Jakobswegs wurde als LEADER-Kooperationsprojekt von der LAG Landkreis Fürth e.V. und der LAG Region an der Romantischen Straße e.V. sowie den 14 am Jakobsweg gelegenen Kommunen um-gesetzt. “Großer Dank gilt dabei allen Projektpartnern, die sich engagiert eingebracht haben”, sagte der Landrat.

Der mittelfränkische Jakobsweg ist einer der ersten Wege, die man nach der Renaissance der Jakobuswege wieder beschildert hat. In die Tat umgesetzt hat das 1992 der damalige Heilsbronner Pfarrer Paul Geißendörfer in Zusammenarbeit mit den Wegemeistern des Fränkischen Albvereins e.V.”

Die Gesamtkosten für das aktuelle Projekt belaufen sich auf etwas mehr als 76 000 Euro, pro LAG gab es aus dem EU-Fördertopf einen Zuschuss in Höhe von 22 750 Euro. Thematisch wurde das Projekt durch einen Arbeitskreis mit Pfarrern einiger beteiligten Kommunen sowie Kirchengemeinden und den LAG-Managerinnen erarbeitet.

Der bereits in den 1990er Jahren „wiederbelebte“ mittelfränkische Jakobsweg, genannt auch der “fränkische Camino”, verläuft von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber auf rund 88 Kilometer in den Landkreisen Fürth und Ansbach. Die anliegenden vierzehn Kommunen sind Nürnberg, Stein, Roßtal, Großhabersdorf, Heilsbronn, Petersaurach, Bruckberg, Weihenzell, Lehrberg, Colmberg, Geslau, Windelsbach, Neusitz und Rothenburg o.d. Tauber. „Ich freue mich, dass auch der Markt Roßtal von diesem LEADER-Projekt profitieren kann. Vielleicht sieht man zukünftig den ein oder anderen Pilger mehr in unserem Ort“, so Roßtals Bürgermeister Johann Völkl.

“Vierzehn sehr sehenswerte Kirchen bzw. Kirchengemeinden. Jakobuskirchen zwischen Nürnberg und Rothenburg sind in hier zu finden”, sagte Landrat Matthias Dießl. Der mittelfränkische Jakobsweg gehört zum europaweiten Netz aus Jakobswegen. Der Weg wird seit 1992 durch den Fränkischen Albverein markiert und vereinzelt durch lokale Initiativen mit Gestaltungselementen versehen.

Der Weg soll auch durch weitere Aktionen im Rahmen des Projekts noch attraktiver werden: In Stein-Deutenbach ziert die Pilgerfigur „Anton“, eine Bronze-Skulptur, den Weg und soll einen Wiedererkennungswert erzeugen, zusätzlich soll es einen Trinkwasserbrunnen in Colmberg geben. “Von dem Projekt profitieren werden zudem die Gasthöfe, Pensionen und Pilgerherbergen entlang des Weges, weswegen auch der Erhalt der Fränkischen Wirtshauskultur ein Thema ist”, ist sich der Landrat sicher.

Buntes Familienfest: Die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg feierte den Tag der Hofläden

Buntes Familienfest: Die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg feierte den Tag der Hofläden

Eine attraktive Region zeichnet sich durch lebendige Ortschaften und den Anbau heimischer Produkte aus. Diesen Reichtum der Region Biberttal-Dillenberg haben die sieben Gemeinden Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf gemeinsam mit den Landwirten beim „Tag der Hofläden“ am 25. Mai 2019 mit großen Erfolg präsentiert.

Sechs Höfe mit Direktvermarktung und eine Metzgerei im südlichen Landkreis Fürth hatten ihre Verkaufsstellen am Tag der Hofläden länger als sonst geöffnet. Die Höfe boten von 10 bis 18 Uhr neben einem bunten Familienprogramm auch ihre eigenen Produkte zum Kauf und Verzehr an. Die Besucher haben unter dem Motto „Schauen und Genießen“ Landluft schnuppern, hinter die Kulissen blicken und mehr über die Herstellung erfahren können. Gut besuchte Bauernläden und buntes Treiben auf den Höfen sprechen für den Erfolg der Erstauflage!

Angelockt wurde das Publikum mit einem Kinderprogramm für die kleinen Gäste, einem leckeren Frühstück, einer Grillecke, einer Erfrischungsbar mit Smoothies und Shakes, einem Hofcafé mit selbstgebackenen Kuchen und Torten und ausgefallenen Aktionen wie Traktorrundfahrten und einem Oldtimertreffen.

Geöffnet hatte der Hühnerhof Kreuzer in Vogtsreichenbach, der Bauernladen Lindenhof in Steinbach, die Hornig GbR in Pleikershof, der Biohof Decker in Wachendorf, das Gutzerla in Banderbach, der Spargelhof Peter in Oberasbach und der Naturmetzger Seefried in Roßtal. Gast am Spargelhof war außerdem das Onlineportal HofladenBOX, am Hühnerhof Kreuzer konnte man sich zusätzlich über den Alpakahof der Familie Reichert informieren. Besucher, die mehr als einen Hofladen besuchten, hatten die Möglichkeit Stempel zu sammeln. Wer vier Stempel zusammen hatte, konnte einen von acht bunten Geschenkkörben voller regionaler Produkte gewinnen.

Die Bürgermeister der Kommunen und der Landrat Matthias Dießl hatten sich auf der Radrunde eigenmächtig von dem vielseitigen Angebot überzeugt. Bei diesem Anlass konnten gleich die neuen E-Pedelecs der Rathäuser getestet werden. Am Ende waren sich Besucher, Hofläden und Bürgermeister einig: Der erste Tag der Hofläden der Allianz Biberttal-Dillenberg konnte sich über eine gelungene Premiere freuen und birgt damit großes Potenzial für vielversprechende Wiederholungen!

Tag der Hofläden: Das bunte Familienfest mit Direktvermarktern aus der Region steht vor der Türe

Tag der Hofläden: Das bunte Familienfest mit Direktvermarktern aus der Region steht vor der Türe

Die Kommunale Allianz „Biberttal-Dillenberg“ feiert gemeinsam mit den Direktvermarktern der Region ein buntes Familienfest

Eine attraktive Region zeichnet sich durch lebendige Ortschaften und den Anbau heimischer Produkte aus. Diesen Reichtum der Region Biberttal-Dillenberg möchten die sieben Gemeinden Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf gemeinsam mit den Landwirten beim „Tag der Hofläden“ präsentieren.

Sechs Höfe mit Direktvermarktung und eine Metzgerei im südlichen Landkreis Fürth haben ihre Verkaufsstellen am Samstag, den 25.05.2019, für Sie länger als sonst geöffnet. Die Höfe bieten von 10 bis 18 Uhr neben einem bunten Familienprogramm auch ihre eigenen Produkte zum Kauf und Verzehr an. Die Besucher können unter dem Motto „Schauen und Genießen“ Landluft schnuppern, hinter die Kulissen blicken und mehr über die Herstellung erfahren. Am Tag der Hofläden ist vom Kinderprogramm für die kleinen Gäste, über ein leckeres Frühstück, einer Grillecke, einer Erfrischungsbar mit Smoothies und Shakes, einem Hofcafé mit selbstgebackenen Kuchen und Torten bis hin zu Traktorrundfahrten und einem Oldtimertreffen für jeden Geschmack etwas geboten. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

Geöffnet haben der Hühnerhof Kreuzer in Vogtsreichenbach, der Bauernladen Lindenhof in Steinbach, die Hornig GbR in Pleikershof, der Biohof Decker in Wachendorf, das Gutzerla in Banderbach, der Spargelhof Peter in Oberasbach und der Naturmetzger Seefried in Roßtal. Gast am Spargelhof ist außerdem das Onlineportal HofladenBOX, am Hühnerhof Kreuzer kam man sich zusätzlich über den Alpakahof der Familie Reichert informieren. Besucher, die mehr als einen Hofladen besuchen, haben die Möglichkeit, Stempel zu sammeln. Wer vier Stempel zusammen hat, kann an einer Verlosung teilnehmen. Auf die Gewinner warten acht bunte Geschenkkörbe voller regionaler Produkte. Selbstverständlich sind im Allianzgebiet auch, wie gewohnt, die Verkaufsstellen weiterer Bauernhöfe zu den regulären Öffnungszeiten erreichbar. Erfahren Sie mehr zur Vielfalt der Direktvermarkter beim Landkreis Fürth unter „Gutes aus dem Fürther Land“.
Parkplätze sind vorhanden, die Ortschaften sind aber auch sehr gut mit dem Fahrrad oder mit den Bahnlinien S4, R7 und R 85474 erreichbar. Es bietet sich daher an, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen oder über das Radwegenetz eine individuelle Tour zusammenzustellen. Die gesamte Radrunde beträgt gut 30 km. Die Besucher werden darauf hingewiesen, dass die Verbindungsstraße von Ammerndorf nach Steinbach für PKW gesperrt ist. Eine Umleitung über Zirndorf ist eingerichtet.

Im Zeichen der Muschel: Die Stationen am Mittelfränkischen Jakosbweg werden aufgewertet

Im Zeichen der Muschel: Die Stationen am Mittelfränkischen Jakosbweg werden aufgewertet

Ein weiterer Teil des Kommunen übergreifenden Projekts aus dem EU-Förderprogramm LEADER ist abgeschlossen: In Nürnberg wurde vor der Kirche St. Jakob der letzte „Bodennagel“ mit Muschelsymbol gesetzt. Damit soll der „Mittelfränkische Jakobsweg“ zwischen Nürnberg und Rothenburg o.d. Tauber hervorgehoben werden. Weitere solche metallenen Bodenmarkierungen waren bereits in der Rothenburger Innenstadt als Wegweiser verlegt worden. In den vergangenen Wochen wurden nun auch die Markierungen in Nürnberg gesetzt.

An der Abschlussaktion vor der Kirche St. Jakob in Nürnberg nahmen Landrat Matthias Dießl, der Bürgermeister der Stadt Nürnberg Christian Vogel, der Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe (LAG) „Region an der Romantischen Straße” Herbert Lindörfer, sowie die Koordinatorin des Pilgerzentrums der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Jakob Tanja Zeller teil. Der Landkreis Fürth hatte bei diesem LEADER-Projekt die Gesamtkoordination übernommen.

„Ich freue mich sehr, dass bei dieser Aktion so viele Partner mitgewirkt haben”, sagte Landrat Matthias Dießl. „Der mittelfränkische Jakobsweg ist einer der ersten Wege, die man nach der Renaissance der Jakobuswege wieder beschildert hat. In die Tat umgesetzt hat das 1992 der damalige Heilsbronner Pfarrer Paul Geißendörfer in Zusammenarbeit mit den Wegemeistern des Fränkischen Albvereins e.V.”, erläuterte der Landrat.

Die Gesamtkosten für das aktuelle Projekt belaufen sich auf etwas mehr als 76.000 Euro, pro LAG gab es aus dem EU-Fördertopf einen Zuschuss in Höhe von 22.750 Euro. Kooperationspartner waren neben der LEADER Region Landkreis Fürth e.V. die LAG Region an der Romantischen Straße e.V., 13 Kommunen durch deren Ge-meindegebiet der Jakobsweg führt, sowie die Kirchengemeinde Großhaslach in Petersaurach. Thematisch wurde das Projekt durch einen Arbeitskreis mit Pfarrern einiger beteiligten Kommunen, sowie Kirchengemeinden und den LAG-Managerinnen erarbeitet.

Mithilfe des Kooperationsprojektes soll der gesamte Weg zwischen Nürnberg und Rothenburg o.d.T. attraktiver gestalten werden. Der bereits in den 1990er Jahren „wiederbelebte“ mittelfränkische Jakobsweg, genannt auch der “fränkische Camino”, verläuft von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber auf rund 88 Kilometer in den Landkreisen Fürth und Ansbach. Die anliegenden 14 Kommunen sind Nürnberg, Stein, Roßtal, Großhabersdorf, Heilsbronn, Petersaurach, Bruckberg, Weihenzell, Lehrberg, Colmberg, Geslau, Windelsbach, Neusitz und Rothenburg o.d. Tauber.

„15 sehr sehenswerte Kirchen und 14 vielfältige Gemeinden sind entlang des Fränki-schen Caminos zwischen Nürnberg und Rothenburg zu finden”, sagte Landrat Matthias Dießl. Der mittelfränkische Jakobsweg gehört zum europaweiten Netz aus Jakobswegen. Der Weg wird seit 1992 durch den Fränkischen Albverein markiert und vereinzelt durch lokale Initiativen mit Gestaltungselementen versehen.

„Das Pilgern entlang naturbelassener Wege gilt als die umweltschonendste Art des Reisens und trägt unter anderem zu einer Steigerung des sanften Tourismus sowie des regionalen Beitrags zum Klimaschutz bei”, betonte Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel.

Der Weg soll durch weitere Aktionen im Rahmen des Projekts noch attraktiver wer-den: In Stein-Deutenbach soll eine Jakobsfigur mit Wiedererkennungswert aufgestellt werden, in Colmberg entsteht ein Jakobstrinkbrunnen. „Von dem Projekt profitieren werden zudem die Gasthöfe, Pensionen und Pilgerherbergen entlang des Weges, weswegen auch Freizeit, Kultur und Tourismus aufgewertet und unterstützt werden”, sagte Bezirksrat Herbert Lindörfer.